In Kirchheim am Ries im Ostalbkreis soll im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster ein Projekt „gemeinsam Wohnen im Klosterhof“ entstehen. Die gesellschaftliche Entwicklung fordert und ermöglicht neue, zukunftsweisende Wohnformen. Verantwortlicher Umgang mit Ressourcen fördert den Einbezug und Reaktivierung vorhandener Bausubstanz. Die Wohnqualität eines ehemaligen Klosters reizt, ein besonderes Wohnprojekt zu realisieren.
Konzeption des Projektes: „Alltag im Alter ist vor allem Wohnalltag“ (W. Saupp, 1999) aber auch „selbstgewählte Nachbarschaft wird in hohem Maße mitentscheidend für die Lebensqualität sein“, deshalb soll „ein Wohnmodell“ entstehen, „das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert“ (Monika Axtmann). Neue Studien belegen hohe positive Effektivität der neuen Wohnformen, vor allem wird aktiveres Leben möglich, was zur allgemeinen Gesunderhaltung ganz entscheidend beiträgt (Wirtschaftswoche 12.7.2010). Und eine Studie aus Utah weist nach "Einsamkeit gefährdet Gesundheit und wer Freundschaften pflegt, führt ein glücklicheres und längeres Leben". Beides ausführlich nachzulesen in www.i3-community.de
Es hat sich in Kirchheim eine Interessensgemeinschaft gebildet. In der Zwischenzeit hat sich als zweiter Schritt eine Planungsgemeinschaft gegründet. Diese wird das Projekt weiter vorbereiten und planen. Ein gemeinnütziger Verein, der das gemeinsame Leben organisieren und die Gemeinschaftsräume betreiben soll, wird gegründet werden.
Nach dem Ausbau der Wohnanlage können sich in ca. 22 verschieden großen Wohnungen Menschen finden, die Wert auf ein besonderes Wohnumfeld legen, vor allem aber auch gemeinsames Leben - je nach den Bedürfnissen und den Möglichkeiten - gestalten wollen. In einer großen Wohnung ist eine Wohngemeinschaft angedacht. Nähe und Distanz sind wichtige Themen.
Reicheres Leben in Gemeinschaft, Gesundheit an Leib und Seele für den Einzelnen sind Ziele.
Gemeinschaftsräume sind den Bedürfnissen der Gemeinschaft entsprechend geplant. Von den bisher am Projekt Interessierten wurden Wünsche nach einem Meditationsraum und Aufenthaltsraum mit Kochgelegenheit geäußert. Außerdem sollen die beiden Räume mit Gewölbe im Erdgeschoss erhalten bleiben um sie z.B. als gemütlichen Treff herzurichten..
Den Wunsch nach ökologischer Bauweise – und einer Lebensweise nach ökologischen Gesichtspunkten befürworten alle.
Genügend Grund um das Gebäude bietet Gestaltungsmöglichkeit für eine gemeinsam genutzte Außenanlage mit Wiese, Sitzplätzen, Gemüse- und Blumengarten an.
Eine Gruppe von Interessierten möchte gerne gemeinsam ihre Spiritualität unter dem Stichwort „Himmel und Erde verbinden“ leben. Sie sind offen für weitere Gleichgesinnte.
Ohne Auto kommt man in Kirchheim nicht gut aus. Aber in einem Gemeinschaftsprojekt können auch mehrere zusammen ein Auto haben oder für einander Fahrdienste machen. |